Politik trifft Schule

Ein Bericht aus der Rotenburger Rundschau vom 28.03.2014:

Bürgermeisterkandidaten auf dem Podium – Von Thomas Hartmann

Visselhövede.  Bevor sie am 25. Mai zum ersten mal selbst ihr Kreuz auf dem Stimmzettel abgeben können, hatten jetzt die jungen Leute der neunten und zehnten Klassen der Oberschule Visselhövede Gelegenheit, den Kandidaten Ralf Goebel und Eckhard Langanke auf den Zahn zu fühlen. Auf dem Podium stellten sich die Anwärter für den Visselhöveder Bürgermeisterstuhl den Fragen der Schüler. Zunächst stellten sich beide Kandidaten vor – Goebel mit seiner Laufbahn vom Straßenbauer zum Leiter der Scheeßeler Eichenschule über den Umweg einer Auszeit in Australien, Langanke mit seiner langen Visselhöveder Tradition und seinem ehrenamtlichen Engagement in Politik und Vereinen.
Beide betonten, dass es wichtig sei, dass die Jugend ihre Anregungen und Wünsche äußere, damit die Politik sie aufnehmen und vielleicht auch umsetzen kann. „Ich möchte viele Menschen mitnehmen und mit ihnen den Ort entwickeln, damit ihr stolz sagen könnt, dass ihr ausVisselhövede kommt“, so Goebel. Langanke ermunterte die jungen Leute, auch selbst politisch aktiv zu werden und so die eigenen Ziele zu verfolgen.

Warum Goebel parteilos und Langanke für die CDU antritt, wollte Laura Röhrs aus der 10a der Realschule wissen. „Ich glaube, als Neutraler kann ich dafür sorgen, dass hier anders Politik gemacht wird. Ich will die besseren und nicht die parteipolitisch richtigen Vorschläge weiterverfolgen“, schilderte der von SPD und CDU unterstützte Goebel.

Sein kontrahent antwortete: „Ich bin der CDU trotz allem treu geblieben, auch wenn die mich nicht immer nett behandelt hat. So wurde ich bei der Kandidatenauswahl bewusst ignoriert. Die Partei ist ein Apparat, den man nutzen kann, aber nicht das federführende Element.“

„Und wie wollen Sie Ihre Ziele umsetzen, wenn die Stadt kein Geld hat“, fragte Silvana Benditte (10c der Realschule). „Wir haben gelernt, mit wenig Geld kreativ umzugehen. So haben wir mit der Städtebauförderung aus der hässlichen eine schöne Ente gemacht“, erklärte Langanke. Von der Umsetzung großer Wünsche in kleinen Schritten sprach Goebel, der die Vorzüge der Stadt in Sachen Kultur hervorhob, dabei allerdings zugab: „Ihr jungen Leute kommt dabei etwas zu kurz.“

Während Langanke sich ein 100-Tage-Programm erarbeitet hat, in dem die Frage der Zukunft der Spielplätze und die Förderung der Wirtschaft inklusive der Konversion der Kaserne die höchste Priorität haben, will Goebel von vornherein eine bessere Kommunikation pflegen: „Für das, was wir derzeit im Rat vorfinden, ist Eckhard Langanke seit 20 Jahren mitverantwortlich. Ich glaube, dass ein Wechsel an dieser Stelle mit einem Neutralen schneller gelingen kann.“

„Was bieten Sie uns Jugendlichen?“, wollte Merle Kummerow (zehnte Klasse Hauptschule) konkret wissen. Langanke will sich darum kümmern, dass durch neue Firmenansiedlungen attraktive Arbeitsplätze nach Visselhövede geholt werden. Goebel setzt früher an und möchte eine Ausbildungsmesse mit den Visselhöveder Unternehmen auf die Beine stellen: „Da bringe ich viel Erfahrung aus Rotenburg und Scheeßel mit.“

Und was kann aus Bahnhof und Marktplatz gemacht werden? Mit dieser Frage lockte Marius Obeck (9b der Realschule) die Kandidaten aus der Reserve. Langanke träumt nach eigenen Angaben von einer Marktplatz-Verschönerung durch Blumenkübel. Goebel will mehr Dienstleister an den Marktplatz holen und diesen zu einem Treffpunkt werden lassen. Langanke will den Bahnhof behindertengerecht machen, Goebel denkt darüber nach, die Zusteigemöglichkeit dichter an die Stadtmitte heranzuholen und das Problem somit vom alten Gebäude zu trennen.

Zum Schluss fragte Schulleiter Gerd Dyck nach den schulpolitischen Zielen. „Visselhövede ist auf einem richtig guten Weg und Inklusion das aktuelle Stichwort. Da ist viel Unterstützung notwendig. Ich komme aus diesem Bereich und werde alles für eine gute Schulausbildung vor Ort für alle tun“, versprach Goebel. Langanke erinnerte daran, dass er selbst „auch gegen die eigene Partei“ den Weg zur Oberschule unterstützt habe. „Der Name, der draufsteht, ist mir egal. Wir müssen umsetzen, was die Schüler brauchen.“

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Visselhövede.  Bevor sie am 25. Mai zum ersten mal selbst ihr Kreuz auf dem Stimmzettel abgeben können, hatten jetzt die jungen Leute der neunten und zehnten Klassen der Oberschule Visselhövede Gelegenheit, den Kandidaten Ralf Goebel und Eckhard Langanke auf den Zahn zu fühlen. Auf dem Podium stellten sich die Anwärter für den Visselhöveder Bürgermeisterstuhl den Fragen der Schüler. Zunächst stellten sich beide Kandidaten vor – Goebel mit seiner Laufbahn vom Straßenbauer zum Leiter der Scheeßeler Eichenschule über den Umweg einer Auszeit in Australien, Langanke mit seiner langen Visselhöveder Tradition und seinem ehrenamtlichen Engagement in Politik und Vereinen.
Beide betonten, dass es wichtig sei, dass die Jugend ihre Anregungen und Wünsche äußere, damit die Politik sie aufnehmen und vielleicht auch umsetzen kann. „Ich möchte viele Menschen mitnehmen und mit ihnen den Ort entwickeln, damit ihr stolz sagen könnt, dass ihr ausVisselhövede kommt“, so Goebel. Langanke ermunterte die jungen Leute, auch selbst politisch aktiv zu werden und so die eigenen Ziele zu verfolgen.

Warum Goebel parteilos und Langanke für die CDU antritt, wollte Laura Röhrs aus der 10a der Realschule wissen. „Ich glaube, als Neutraler kann ich dafür sorgen, dass hier anders Politik gemacht wird. Ich will die besseren und nicht die parteipolitisch richtigen Vorschläge weiterverfolgen“, schilderte der von SPD und CDU unterstützte Goebel.

Sein kontrahent antwortete: „Ich bin der CDU trotz allem treu geblieben, auch wenn die mich nicht immer nett behandelt hat. So wurde ich bei der Kandidatenauswahl bewusst ignoriert. Die Partei ist ein Apparat, den man nutzen kann, aber nicht das federführende Element.“

„Und wie wollen Sie Ihre Ziele umsetzen, wenn die Stadt kein Geld hat“, fragte Silvana Benditte (10c der Realschule). „Wir haben gelernt, mit wenig Geld kreativ umzugehen. So haben wir mit der Städtebauförderung aus der hässlichen eine schöne Ente gemacht“, erklärte Langanke. Von der Umsetzung großer Wünsche in kleinen Schritten sprach Goebel, der die Vorzüge der Stadt in Sachen Kultur hervorhob, dabei allerdings zugab: „Ihr jungen Leute kommt dabei etwas zu kurz.“

Während Langanke sich ein 100-Tage-Programm erarbeitet hat, in dem die Frage der Zukunft der Spielplätze und die Förderung der Wirtschaft inklusive der Konversion der Kaserne die höchste Priorität haben, will Goebel von vornherein eine bessere Kommunikation pflegen: „Für das, was wir derzeit im Rat vorfinden, ist Eckhard Langanke seit 20 Jahren mitverantwortlich. Ich glaube, dass ein Wechsel an dieser Stelle mit einem Neutralen schneller gelingen kann.“

„Was bieten Sie uns Jugendlichen?“, wollte Merle Kummerow (zehnte Klasse Hauptschule) konkret wissen. Langanke will sich darum kümmern, dass durch neue Firmenansiedlungen attraktive Arbeitsplätze nach Visselhövede geholt werden. Goebel setzt früher an und möchte eine Ausbildungsmesse mit den Visselhöveder Unternehmen auf die Beine stellen: „Da bringe ich viel Erfahrung aus Rotenburg und Scheeßel mit.“

Und was kann aus Bahnhof und Marktplatz gemacht werden? Mit dieser Frage lockte Marius Obeck (9b der Realschule) die Kandidaten aus der Reserve. Langanke träumt nach eigenen Angaben von einer Marktplatz-Verschönerung durch Blumenkübel. Goebel will mehr Dienstleister an den Marktplatz holen und diesen zu einem Treffpunkt werden lassen. Langanke will den Bahnhof behindertengerecht machen, Goebel denkt darüber nach, die Zusteigemöglichkeit dichter an die Stadtmitte heranzuholen und das Problem somit vom alten Gebäude zu trennen.

Zum Schluss fragte Schulleiter Gerd Dyck nach den schulpolitischen Zielen. „Visselhövede ist auf einem richtig guten Weg und Inklusion das aktuelle Stichwort. Da ist viel Unterstützung notwendig. Ich komme aus diesem Bereich und werde alles für eine gute Schulausbildung vor Ort für alle tun“, versprach Goebel. Langanke erinnerte daran, dass er selbst „auch gegen die eigene Partei“ den Weg zur Oberschule unterstützt habe. „Der Name, der draufsteht, ist mir egal. Wir müssen umsetzen, was die Schüler brauchen.“